Zingst - Ostseestrand

Das Seeheilbad Zingst

Urlaub an der Ostsee zwischen Meer und Bodden

Das Seeheilbad Zingst liegt malerisch im Osten der sich über fünfundvierzig Kilometer erstreckenden Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die als die schönste Halbinsel Deutschlands gilt und auf der zahlreiche schöne Ferienwohnungen und manches hübsche Ferienhaus bereitstehen.

Der östliche Teil der Halbinsel, auf dem sich die Gemeinde befindet, erstreckt sich in zwei bis vier Kilometern Breite zwischen der Ostsee im Norden sowie dem Barther Bodden und der Grabow, die als weiterer Bodden einen schmalen Zugang zur Ostsee besitzt. Mit ihren ausgedehnten Sandstränden und beeindruckenden Naturlandschaften lädt die Halbinsel zu jeder Jahreszeit zu einem entspannenden, aber auch zu einem aktiven Urlaub an der Ostsee ein.

Zingst - Seebrücke
Zingst – Seebrücke© Zoonar RF - thinkstockphotos.de

Die Natur auf Zingst

800 Hektar groß ist das östlich der Stadt gelegene Waldgebiet Osterwald, in dem sich zwischen Dünenzügen und Feuchtsenken eine vielfältige Pflanzenwelt entwickelt hat. Neben traditionell heimischen Kiefern, Buchen und Birken wurden auch Erlen, Tannen und (im Jahr 1955) sogar Mammutbäume angepflanzt. Zur Tierwelt gehören Sumpfohreulen, Gabelweihen und Waldkäuze sowie Baummarder.

Fischland-Darss-Zingst-Karte
Fischland-Darss-Zingst-Karte© ferienwohnungen.de

Weiter östlich befinden sich die (Stral-) „Sundischen Wiesen“, die aus an der Küste verlaufenden, mit Strandhafer besetzten Dünenfeldern, einer wunderschönen Heidefläche mit violett blühendem Besenkraut und südlichen Weideflächen besteht. Während des alljährlichen Vogelzuges beherbergen die Wiesengebiete vierzehn Gänsearten und fünfunddreißig Küstenvogelarten. Nicht weit entfernt liegt einer der größten europäischen Rastplätze für Kraniche, die auf ihrem Zug, von Nordeuropa kommend, zwischen August und Oktober auf Halbinsel pausieren. In der zweiten Oktoberhälfte befinden sich hier Zehntausende Kraniche, die von einem Aussichtspunkt an der Ostspitze der Halbinsel („Pramort“) beobachtet werden können.

Fischland-Darss-Zingst
Fischland-Darss-Zingst© panthermedia.net

Sport- und Freizeitmöglichkeiten

Die Gewässer um die Halbinsel stellen ein wahres Mekka für Wassersportler dar. Für Einsteiger werden Kurse im Windsurfen und Kitesurfen sowie im Segeln mit Katamaran und Jolle angeboten. Ausflüge entlang der Ostseeküste oder auf den Boddengewässern sind mit Tret- und Ruderbooten ebenso möglich wie mit Motor- und Segelbooten.

Der Museumshof

Zingst begeistert aber auch mit seinen Kunst- und Kulturangeboten. Der Museumshof-Zingst verbindet Geschichte und Tradition mit Erlebnisangeboten für alle Familienmitglieder. Zeitreisen führen im Kapitänshaus und in einem Museum mit eigener Museumsbäckerei zurück in die bewegte Vergangenheit, während die Besucher des „Pommernhauses“ ihre Bernsteine selbst zu Schmuckstücken schleifen können. Der Museumshof ist ein kulturelles Zentrum, in dem Konzerte, Feste und Märkte sowie zahlreiche Kreativveranstaltungen stattfinden.

Zingst
Zingst© panthermedia.net / DieterM

Umweltfotofestival

Das seit sechs Jahren stattfindende Umweltfotofestival „horizonte-zingst“, das Ende Mai bis Anfang Juli durchgeführt wird, steht unter dem Wertekanon „Natur – Kultur – Fotografie – Begegnung“ und hat einen eigenen „Spirit-of-Zingst“ geschaffen, der für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der einzigartigen Natur auf der Halbinsel steht. Während des Umweltfotofestivals treffen international renommierte Fotografen, zu denen die Weltspitze der Wildlife-Fotografen gehört, auf Hobbyfotografen. Die Fotoschule der Stadt ist mit einem umfangreichen Workshop-Programm vertreten, das jedem Geschmack und allen Kenntnisstufen gerecht wird.

Aus der Geschichte der Halbinsel

Schon vor 5.000 bis 6.000 Jahren (Mittelsteinzeit) war die heutige Halbinsel besiedelt. Darauf weisen Feuersteinwerkzeuge hin, die in den Sundischen Wiesen, auf der „Hohen Düne“ und in Zingst-Müggenburg gefunden wurden. Eine spätere Besiedlung fand erst allmählich im Zuge der deutschen Ostkolonisation statt. Bis zum Ende des 13. Jahrhunderts war die Halbinsel Bestandteil des Fürstentums Rügen, welches das Gebiet im Jahr 1292 an das auf dem Festland befindliche Zisterzienserkloster Neuenkamp verkaufte. Große Teile der Halbinsel gehörten bis etwa 1440 zum Kloster Hiddensee, bevor sie an das Herzogtum Pommern-Wolgast-Barth fiel. Ab 1648 (Ende des Dreißigjährigen Krieges) gehörte Vorpommern vollständig zu Schweden und wurde erst nach dem Wiener Kongress 1815 ein Bestandteil Preußens.

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