8 Tipps fuer Autoreisen mit Hund(en)

8 Tipps für Autoreisen mit Hund(en)

Reisevorbereitungen für eine entspannte Autoreise mit Hund

Dass der Hund mit in den Urlaub genommen wird, ist mittlerweile für viele Menschen Standard. Was gibt es auch schöneres, als im Urlaub endlich endlos viel Zeit für seinen besten vierbeinigen Freund zu haben. Alleine aufgrund der Größe meiner beiden Rhodesian Ridgebacks kommen für mich nur Urlaubsziele in Frage, die ich mit dem Auto erreichen kann. So reise ich schon seit Jahren mit Dayo und Suri (und natürlich meinem Mann 😉 …) durch Deutschland und die benachbarten EU-Länder.

Das Auto ist für mich die bequemste und angenehmste Art des Reisens, wenn es um Wochenendtrips oder Urlaube mit Hunden geht. Außerdem bin ich so immer unabhängig und kann auch mal eine Reiseroute spontan ändern. Mit den Jahren hat sich eine gewisse Routine für das Vorbereiten, Packen und Autofahren entwickelt. Hier kommen meine 8 Tipps, damit die Autoreise mit dem Vierbeiner problemlos funktioniert:

1. Vorbereitung ist alles

Je nach Länge der Autoreise – ist es nur ein Wochenendausflug oder geht es für ein bis zwei Wochen in den Urlaub – gibt es jede Menge zu bedenken und zu berücksichtigen. Es ist daher sinnvoll, sich vorher eine Checkliste anzulegen, die folgende Punkte enthält:

  • Gesundheit
    • Heimtierausweis: Auch wenn ich in Deutschland unterwegs bin, habe ich immer die Ausweise meiner Hunde dabei.
    • Einreisebedingungen überprüfen: Geht es ins Ausland, ist es wichtig (weit) im Voraus zu überprüfen, wie im Urlaubsland die Einreisebedingungen für Hunde aussehen. Möglicherweise vorher den Tierarzt aufsuchen und sich beraten lassen.
    • Medikamente: Wenn der Vierbeiner ständig auf Medikamente angewiesen ist, überprüfen, ob eine ausreichende Menge vorhanden ist und ob diese beispielsweise immer gekühlt werden müssen.
    • Erste-Hilfe-Pack nicht vergessen – inklusive Zeckenzange, Wundreinigungsspray, ggf. Pfotenbalsam etc.
  • Futter, Leckerli, Kaumaterial für den gesamten Zeitraum (evtl. überprüfen, wo es am Urlaubsort Tiergeschäfte gibt, die auch Frischfleisch etc. für Barfer verkaufen, dann muss man vielleicht nicht alles mitschleppen)
  • Futter- und Wassernäpfe
  • Leinen, Halsbänder, Decken, Handtücher, ggf. Hundereisebett
  • Lieblingsspielzeug
  • Ausreichend Kotbeutel!
  • Registrierung bei TASSO (falls der Hund in der Fremde verloren geht, kann er so unter Umständen schneller wiedergefunden werden)
  • Nicht vergessen, auch die eigene Reisetasche oder den Koffer zu packen … 😉 … auch wenn das Gepäck der Zweibeiner – zumindest bei uns – einen deutlich geringeren Umfang hat.
Tipps für Autoreisen mit Hunden - Hundegepäck
Hundegepäck© M. Züngel-Hein - HundeReisenMehr

2. Transport im Auto

Hunde sollten – insbesondere auf langen Autostrecken – gut gesichert im Auto untergebracht werden. Wie diese Sicherung im Einzelfall aussieht, ist abhängig vom Hund und natürlich auch vom Auto. Wird der Hund auf dem Rücksitz transportiert, sollte er entweder in einer Box oder mit Hilfe von Gurt und Geschirr gesichert werden. Bei einem Kombi ist ein Trenngitter nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Fest installierte Hundeboxen sind der Idealfall. Wichtig ist, dass der Vierbeiner so sicher wie möglich untergebracht ist, denn das reduziert bei Unfällen möglicherweise auch die Gefahr für Verletzungen bei Zwei- und Vierbeinern.

3. Reiseproviant

Natürlich ist der Umfang des Reiseproviants für den Vierbeiner auch davon abhängig, wie lange die Autofahrt dauert. Zum Standard gehört bei mir allerdings immer eine große Flasche Wasser (hier eignen sich ja ausgespülte Plastik-Literflaschen ideal – es muss nicht gleich eine Hundewasserflasche gekauft werden) sowie ein platzsparender Faltnapf. Dazu kommen noch ein paar Leckerlis und ggf. Futter. Die Tasche liegt bei mir direkt hinter dem Vordersitz und ist schnell griffbereit. Verträgt der Hund das Autofahren nicht so gut, sollte er vorher und während der Fahrt nicht gefüttert werden.

Eine sichere Unterbringung im Auto ist wichtig
Eine sichere Unterbringung im Auto ist wichtig© M. Züngel-Hein - HundeReisenMehr

4. Reisekrankheit

Es gibt Hunde, die das Autofahren nicht vertragen. Das wissen Hundebesitzer ja in der Regel schon vor einem Urlaub. Hier macht es Sinn, sich von seinem Tierarzt beraten zu lassen. Es gibt naturheilkundliche Mittel, die helfen können.

5. Länge der Autofahrt

Wie lange ein Hund ohne Pause im Auto mitfahren kann, ist – wie beim Zweibeiner auch – abhängig von den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Tieres. Hunde, die das Autofahren genießen und dabei entspannt ausruhen, vertragen sicherlich eine längere Fahrtzeit ohne Pause, als Hunde, die bereits nach einer halben Stunde unruhig anfangen zu hecheln. Generell sollte man alle zwei bis drei Stunden eine Pause machen – das ist ja auch für die Menschen gut.

6. Pausen unterwegs

Für die Pippi-Pausen unterwegs nehmen wir uns in der Regel etwas Zeit. Da die Parkplätze an Tankstellen auf der Autobahn oft ziemlich verschmutzt sind und dort jeder Vierbeiner sein Geschäft verrichtet, mögen sich Dayo und Suri dort nicht lösen. Wir fahren daher immer von der Autobahn runter, suchen uns ein grünes Plätzchen, machen einen kleinen Spaziergang und danach gibt es dann für alle – auch für die Zweibeiner – etwas zu trinken und einen kleinen Snack. Im Hochsommer bei hohen Temperaturen machen wir sicherlich öfters einmal eine kleine Pause als im Winter.

7. Hunde im geschlossenen Auto

Auch wenn es eigentlich jeder wissen sollte: Hunde dürfen im Sommer NIEMALS – auch nicht für fünf Minuten – einfach alleine im geschlossenen Auto sitzen gelassen werden. Es reicht auch nicht aus, die Fenster einen Spalt breit zu öffnen. Die Temperatur im Auto (auch im Schatten) steigt innerhalb kürzester Zeit extrem an. Bei „nur“ 20 Grad Außentemperatur erhitzt sich das Wageninnere nach fünf Minuten auf 24 Grad, nach zehn Minuten auf 27 Grad und nach 30 Minuten sind es 36 Grad. Das ist eine Todesfalle für einen eingeschlossenen Hund. Das gilt nicht nur für Autofahrten in den Urlaub, sondern insbesondere auch für die alltäglichen Autofahrten, bei denen der Vierbeiner mit im Auto sitzt.

Mit dem besten Freund des Menschen in den Urlaub
Mit dem besten Freund des Menschen in den Urlaub© In Green - shutterstock.com

8. Geduld

Wenn ich mit Dayo und Suri auf Reisen bin, habe ich auch immer eine große Portion Verständnis und Geduld im Gepäck. Verständnis dafür, dass meine Hunde Pippi machen müssen, auch wenn es mit dem Verkehr gerade so schön „flutscht“. Verständnis dafür, dass nicht alle Menschen Hunde mögen und manchmal auch Angst vor ihnen haben (besonders, wenn es sich um große Hunde handelt). Geduld mit meiner Suri, weil sie wieder einmal mindestens eine halbe Stunde braucht, um den passenden Fleck für ihr Häufchen zu finden. Und Geduld mit fremden Menschen, die sich darüber aufregen, dass wir überhaupt mit unseren Hunden in den Urlaub fahren …

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