Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide

Erlebe eine Postkartenidylle mit Erlebnischarakter

Die Lüneburger Heide ist eine große Heide- und Waldlandschaft im Nordosten Niedersachsens im Städtedreieck zwischen Hamburg, Bremen und Hannover.
Lust auf blühende Heide, wollige Heidschnucken, reetgedeckte Bauernhäuser und Bienenhonig, auf Wälder und Wassermühlen, Hügelgräber, Heidekartoffeln und Heideblütenfeste?

Wer einen wirklich vielseitigen Urlaub verbringen möchte, entscheidet sich am besten für ein Quartier auf einem Heidjerhof in der Lüneburger Heide – der größten Reiseregion Niedersachsens zwischen Hamburg, Hannover und Bremen. Sie bietet ihren Gästen mit einzigartigen Landschafts- und Vegetationsformen, urigen Fachwerkstädten und gemütlichen Bauerndörfern, gesundem Klima und vielfältigen Attraktionen reichlich Abwechslung.

Die Lüneburger Heide
Die Lüneburger Heide© ferienwohnungen.de

Heide und Naturparks

Den naturverbundenen Gast beeindruckt die Schönheit der Landschaft: Purpurne Heideflächen und grüne Wälder, sandig-gelbe Böden, natürliche Flussläufe und urtümliche Moorgebiete.

Gleich drei Naturparke hat sich die Urlaubsregion Lüneburger Heide schützen lassen: Der Naturpark Lüneburger Heide beginnt im Nordwesten der Lüneburger Heide etwa 40 km südlich von Hamburg. In ihm lassen sich der Wilseder Berg, der mit 169,2 m höchsten Erhebung der nordwestdeutschen Tiefebene und die größten zusammenhängenden Heideflächen Europas entdecken. Im Südosten der Lüneburger Heide, zwischen Uelzen und Celle, befindet sich der 1964 gegründete Naturpark Südheide, der fast gänzlich als Landschaftsschutzgebiet eingetragen ist. Der Naturpark Elbufer-Drawehn liegt im Osten der Lüneburger Heide und gehört zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Deutschlands.

Lüneburger Heide - Heidschnucken
Lüneburger Heide – Heidschnucken© panthermedia.net / tortoise

Die Heidschnucken

Die romantische Heidelandschaft entwickelte sich durch intensive Beweidung, Feuer und Rodung der Wälder in der Bronzezeit. Auf den flach gewellten, sandigen Geestflächen der Lüneburger Heide entstanden offene Bereiche, auf der sich die robuste Besenheide ausbreitete. Für die Degradation des Bodens war also in erster Linie die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen verantwortlich und nicht, wie häufig angenommen der hohe Holzbedarf der Lüneburger Saline im Mittelalter. Das regelmäßige Plaggenstechen erschöpfte die Regenerationskraft der Böden und führte zur Ausbreitung der Heide. Die Heide ist also keine Naturlandschaft, sondern eine erst durch das Eingreifen des Menschen geschaffene Kulturlandschaft.

Um zu verhindern, dass die Heide wieder mit Kiefern und Sandbirken zuwächst und somit Jahrtausende alte Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, lässt man die Flächen heute regelmäßig von den heimischen Heidschnucken abweiden.

Heideblüte

Hauptattraktion in der Lüneburger Heide ist natürlich die Heideblüte – die „fünfte Jahreszeit der Heide“.
Die vorherrschende Form der Besenheide blüht von Anfang August bis Mitte September. Im Heidegarten in Schneverdingen kann man allerdings auch in den übrigen Monaten blühende Heide bewundern. Ein künstlich angelegtes Rondell zeigt über 100 verschiedene Heidesorten und ca. 70.000 Pflanzen. Höhepunkt der Heideblüte sind die Heideblütenfeste. Regionaltypische Feste und Veranstaltungen wie Osterfeuer, Pfingstbaumaustragen, Feuerwehrfeste, Tanz in den Mai, Honigfeste, Erntedankfeste usw. werden noch heute auf den Dörfern nach alter Tradition gefeiert.

Ausflugsziele in der Lüneburger Heide

Empfehlenswert ist ein Besuch des malerischen Dorfes Müden an der Örtze. Es gilt als das schönste Dorf der Südheide, da es seinen Charme als echtes Heidedorf bis heute bewahrt hat. Die Jahrhunderte alten Höfe teilweise noch mit Treppenspeichern unter uralten Eichen und die Laurentiuskirche in der Mitte des Dorfes mit dem für Heidekirchen typisch freistehenden hölzernen Glockenturm vermitteln ursprüngliche Dorfatmosphäre.

Gleich nebenan im Tal der Örtze empfängt Dich das Dorf Hermannsburg mit seiner über tausendjährigen Geschichte. Der staatlich anerkannte Erholungsort ist nicht nur optimaler Ausgangspunkt für Ausflüge in die Heide. Gleich fünf Kirchen lassen sich in dem Dorf besichtigen. Durch das 1849 gegründete und noch heute weltweit agierende Evangelisch lutherische Missionswerk und die Ausbildung der Missionare vor Ort sind hier mitten in der ländlichen Lüneburger Heide Menschen aller Nationalitäten anzutreffen. Das Museum und der Welt-Laden im Ludwig Harms Haus vermitteln Eindrücke aus der Arbeit der Hermannsburger Mission in fernen Ländern der Erde.

Zentral gelegen und gleichfalls idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Heide ist das Dorf Bispingen. Beliebteste Ausflugsziele von dort aus sind der kleine Ort Wilsede, ein Dorf scheinbar wie vor 100 Jahren, der Wilseder Berg und der Totengrund, einer der schönsten Flecken der Heide.

Lüneburg
Lüneburg© panthermedia.net / carl

Stadtleben in der Lüneburger Heide

Wer genug von Natur und dörflichem Leben hat, findet Abwechslung in den gemütlichen Heidestädten – der über 1000-jährigen Salzstadt Lüneburg mit dem Charme einer lebendigen Universitätsstadt, der romantischen Residenzstadt Celle mit der alljährlichen Hengstparade, dem alten Bischofssitz Verden mit seinem Dom oder Soltau, dem Herz der Heide – jede hat ihren eigenen Charakter.

In allen aber trifft man auf Fachwerk-Ambiente und Flaniermeilen mit besonderer Atmosphäre. In Lüneburg sind aus der blühenden Vergangenheit als Salz- und Hansestadt bis heute prächtige Kirchen, imposante Kaufmannshäuser, gotische Backsteinfassaden, idyllische Winkel, Brunnen und Plätze erhalten geblieben. Über tausend Jahre lang war die Lüneburger Saline in Betrieb.

In Celle – der schönsten Stadt Deutschlands, Bundessieger und Vertreter Deutschlands im europäischen Wettbewerb Entente Florale „Unsere Stadt blüht auf“ – lädt die Altstadt mit kopfsteingepflasterten Straßen und mehr als 500 Fachwerkhäusern und das berühmte Celler Schloss zu einem historischem Bummel ein.
Ca. 50 Kilometer nördlich von Celle, in Uelzen, zieht es jährlich Hunderttausende zum „Hundertwasser-Bahnhof“, der von dem Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde.

Freizeitparks in der Lüneburger Heide

Derjenige, der im Urlaub nach Action sucht, ist in der Heide ebenfalls richtig. Die Konzentration von Freizeit-, Tier- und Erlebnisparks in der größten niedersächsischen Ferienregion ist so einzigartig wie der Reiz der sie umgebenden Landschaft. Gerade für Familien mit Kindern ist das Nebeneinander von Natur und Freizeitangebot attraktiv. Mitten in der Lüneburger Heide begeistern eine Fülle von Vergnügungen Gäste jeglichen Alters. Tierparks (Vogelpark Walsrode, Serengeti Park Hodenhagen, Otterzentrum Hankensbüttel, Greifvogelgehege Bispingen), Freizeitparks (Heide Park Soltau, Center Parcs Bispinger Heide, Ralf Schumacher Kart & Bowl Bispingen, Snow Dome Bispingen) und Erlebnis- und Spaßbäder (Soltau-Therme, Südsee-Camp Wietzendorf).

Museen

Der Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf ist mit 500.000 qm und über 1.000 Tieren der größte Wildpark Deutschlands. Alle europäischen sowie einige nordamerikanische Großwildarten darunter auch Bären sind in weiträumigen Gehegen untergebracht.

Als Programm für Schlechtwetter-Tage bietet sich ein Museumsbesuch an. Zum Beispiel das Bomann-Museum (Volkskunde, Landes- und Stadtgeschichte) in Celle oder die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Aber auch das Panzermuseum Munster oder das Salzmuseum in Lüneburg sind einen Besuch wert. Das Museumsdorf in Hösseringen ist ein Highlight bei jedem Wetter. Das Landwirtschaftsmuseum zeigt auf 10 Hektar Fläche 26 regionaltypische Bauten und die Lebensweise früherer Jahrhunderte.

Lüneburger Heide - Planwagen
Lüneburger Heide – Planwagen© ferienwohnungen.de

Weitere Aktivitäten

Dem Heide-Gast bieten sich verschiedene Möglichkeiten und sportliche Angebote, die abwechslungsreiche Landschaft kennen zu lernen. Mit seinen sanften Hügeln, durch Heide, Wald oder Flur ist diese Landschaft ideal zum Wandern, Radfahren und Reiten. Auch Liebhaber des Wassers kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche in natürlicher Umgebung gelegene Heideseen und -flüsse laden zum Baden, Paddeln und Angeln ein.

Die wohl für die Region typischste Unternehmung aber ist die Heidekutschfahrt. Mit ein oder zwei Pferdestärken durch die Heide zu schaukeln ist ein besonderes Erlebnis. Von der Kutsche aus lässt sich die reizvolle Landschaft durch Heide, Kiefernwälder und Moore genießen. Es geht in gemütlichem Tempo ganz entspannt bei einem „lüttn Köm“ vorbei an Hünengräbern, Heidschnucken und Bienenkörben. Wenn dann noch Hermann Löns‘ Heidehymne „Auf der Lüneburger Heide“ gemeinsam gesungen wird, ist das Urlaubserlebnis Lüneburger Heide perfekt.

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