Der Hafen in Husum

Husum – Stadt der maritimen Ruhe und Gelassenheit

Der Urlaubär besucht die „graue Stadt am Meer“


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Ich bin heute zusammen mit dem Urlaubär in der „grauen Stadt am Meer“ unterwegs und erzähle von unseren Erlebnissen. Vom Deich bis zur Innenstadt. Vielleicht wisst Ihr schon von welcher Stadt ich spreche? Ja genau, wir sind in Nordfriesland in Husum an der Nordsee unterwegs und stellen euch die Kreisstadt mit 22.500 Einwohnern näher vor.

Wir kommen an und müssen uns erst einmal orientieren. Husum besteht gefühlt nur aus Einbahnstraßen. Das liegt wohl an den schmalen Straßen und der unaufgeregten Verkehrslage in der Stadt. Der Urlaubär will erst mal ans Wasser bevor wir uns ins Stadtgetümmel werfen. So fahren wir mit dem Auto ca. 5 Min. Richtung Nordsee und dem damit verbundenem Wattenmeer, das seit 2009 sogar UNESCO Weltnaturerbe ist.

Lage von Husum an der Nordsee in Schleswig-Holstein
Lage von Husum an der Nordsee in Schleswig-Holstein© ferienwohnungen.de

Erst mal ans Wasser

Als wir an der Badestelle Dockkoogspitze ankommen, fallen dem Urlaubär sofort die vielen Schafe auf, die hier auf dem Deich herumlaufen. Und dann fragt er, warum die auf dem schrägen Deich so grade stehen können. Scherzhaft erkläre ich Ihm, dass das extra gezüchtete Deichschafe wären, die auf einer Seite lange und auf der anderen Seite kurze Beine hätten … 😉
Die Schafe pflegen hier in Nordfriesland an der Nordsee die so wichtigen Deiche, um die Grasnarbe kurz und dicht zu halten und um den Boden festzutrampeln.

Schafe am Dockkoog
Schafe am Dockkoog© ferienwohnungen.de

Nachdem wir über einige Stufen den Deich am Dockkoog erklommen haben, holen wir tief Luft. Einzigartig. Diese frische und salzhaltige Nordseeluft, füllt unsere Lungen. Da wir heute schönes Wetter haben fragen wir uns wirklich, warum heißt Husum die „graue Stadt am Meer“?

Wir schauen durch das Fernrohr und können über das Wattenmeer hinweg die Insel Nordstrand am Horizont sehen. Wirklich beeindruckend.

Der Urlaubär an der Dockkoogspitze
Der Urlaubär an der Dockkoogspitze© ferienwohnungen.de

Die Gezeiten (Ebbe und Flut)

Wir haben Glück. Es ist Hochwasser (Flut) und somit treffen wir nicht nur Deichschafe mit vier gleich langen Beinen, sondern auch viele Zweibeiner die sich am Dockkoog ausruhen. Diese Stille und die Luft sind ein Genuss. Am Badestrand, oder naja, ich nenne es mal Badeabschnitt, vergnügen sich Groß und Klein in der jetzt schon durch Ebbe und Flut erwärmten Nordsee. Alle 6 Stunden zieht Irgendjemand immer wieder den Stöpsel aus der großen Wanne und lässt danach wieder Wasser ein … 😉

Ab in die Stadt

Nach einem ausgiebigen Spaziergang und freigepustetem Kopf geht’s ab in die Stadt ins Museum. Husum bietet hier eine ganze Auswahl an Museen. So z.B. das Schiffahrtsmuseum Nordfriesland, das Ostenfelder Bauernhaus, das Weihnachtsmuseum, das Pole Poppenspäler Museum und das Schloss vor Husum. Wir entscheiden uns für das Nissenhaus in der Nähe des Hafens. Das Nissenhaus, oder auch Nordfriesland Museum, bietet etwas für die ganze Familie. Hier bekommen Mama und Papa sowie auch die kleinen, Interessantes zu sehen.

Der Urlaubär im Nissenhaus
Der Urlaubär im Nissenhaus© ferienwohnungen.de

Der Urlaubär und ich lernen hier unter anderem den erfolgreichsten Auswanderer Husums kennen: Ludwig Nissen, der 1872 in die USA auswanderte und es hier vom Tellerwäscher zum Millionär brachte. Nebenbei lernen wir etwas über die Nordsee und Ihre Tücken sowie die großen Springfluten die den Menschen an der Westküste das Leben schwermachten. Des Weiteren gibt es Fundstücke aus Rungholt, der versunkenen Siedlung im Wattenmeer und Räumlichkeiten die den Lebensstil unserer Vorfahren in Nordfriesland nachstellen. Der Eintritt kostet 5 € für Erwachsene und für Kinder 2 €.

Fischbrötchen

Nach dem aufregenden Rundgang durch das Nissenhaus überkommt uns der Hunger. Was macht man in Husum, wenn zwei Männer Hunger haben? Natürlich, wir laufen an den Husumer Hafen und besorgen uns ein Krabbenbrötchen mit fangfrischen Krabben auf die Hand. Aber Achtung! Es gibt in Husum keine Taschendiebe wie in Großstädten, sondern noch viel schlimmere Brötchendiebe, die aus der Luft angreifen. Die Möwen in Husum wissen genau wer da aus der Tür vom Fischhaus Loof kommt … 😉

Theodor Storm

Nach erfolgreicher Stärkung und erfolgreicher Verteidigung unseres Fischbrötchens, machen wir uns auf die Spuren des Schriftstellers Theodor Storm, der in Husum geboren wurde und gelebt hat. Von ihm bekam Husum auch den Stempel als graue Stadt am Meer verpasst.

Der Urlaubär ist da aber anderer Meinung. Er spricht von der Krokusblüte die Jedes Jahr im satten Lila im Schlosspark über viele Quadratmeter charakteristisch für Husum ist. Zwischen März und April erstrahlt die Stadt Wort wörtlich im Lila und keiner kann noch von einer grauen Stadt sprechen.

Das Theodor-Storm-Haus in Husum
Das Theodor-Storm-Haus in Husum© ferienwohnungen.de

Wir schlängeln uns durch die engen Straßen der Altstadt und suchen nach dem Theodor-Storm-Haus, das leicht versteckt in zweiter Reihe am Hafen liegt. Schnell ist der Urlaubär der Meinung für Poeten und Dichter is dat watt, aber als Familienausflug … Finger weg, die Lütten werden es euch danken. Ausgestellt werden hier Schriftstücke und originales Inventar vom 1888 verstorbenen Dichter und Schriftsteller. Zu seinen Werken gehörten „Der Schimmelreiter“ und das Gedicht über die besagte „graue Stadt am Meer“.

Hafen und Innenstadt

Wir gönnen uns ein Eis am Husumer Hafen und beobachten die schlendernden Menschen. Der Hafen ist hier eine Fußgängerzone geworden. Die Zeit läuft langsamer, die Menschen plauschen, essen und genießen das maritime Flair. Wir laufen hoch, in Richtung Innenstadt und sehen den schönen Marktplatz mit dem charakteristischen Tine Brunnen (Asmussen-Woldsen-Denkmal) und die Marienkirche.

Der Marktplatz in Husum
Der Marktplatz in Husum© ferienwohnungen.de

Jeden Donnerstag findet hier der große Wochenmarkt statt, wo man sich auch als Urlauber mit frischem Gemüse und vielen regionalen Produkten eindecken kann.

Husum mit dem Urlaubär - An Tine Brunnen und Marienkirche auf dem Husumer Marktplatz
An Tine Brunnen und Marienkirche auf dem Husumer Marktplatz© ferienwohnungen.de

Einen kleinen Abstecher zu Fuß ins Ostenfelder Bauernhaus gönnen wir uns dann doch noch. Das Ostenfelder Bauerhaus gibt tiefe Einblicke in die Geschichte unserer Vorfahren. Wie wurde gekocht, die Schweine gehalten und gelebt. Das Ganze wurde uns mit Freude und Tatkraft von Jörg Hartman erzählt, der Touren durch das Haus anbietet. Der Urlaubär war ziemlich beeindruckt von der damaligen Bauart von Bauernhäusern und knipst beim Gespräch mit Jörg noch einige Bilder.

Jörg Hartman erklärt dem Urlaubär im Ostenfelder Bauernhaus
Jörg Hartman erklärt dem Urlaubär im Ostenfelder Bauernhaus© ferienwohnungen.de

Nochmal an die Nordsee

Da wir nun genug vom Stadtbummel und kulturellen Ergüssen haben, entscheiden wir uns noch einmal für Deich, Wasser und Meer.
Wir fahren zum ca. 7 Km südlich gelegenen Lundenbergsand. Die Strecke dorthin kann auch hervorragend mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Links und rechts Getreide- oder Rapsfelder vor den Deichen. Hier legen wir uns eine Weile zwischen die Deichschafe, die übrigens vier gleich lange Beine haben und hören den Vögeln des Wattenmeeres zu. Die Sonne kommt wieder hervor und so können wir beide die Schönheit des Naturschutzgebietes Wattenmeer noch mehr genießen. Es riecht einzigartig gut. Dass muss jeder einmal erlebt haben.

Den Tag ausklingen lassen

Wir machen uns auf. Es ist spät geworden und unser Magen knurrt. Wir haben Hunger und fahren wieder in Richtung Husumer Innenstadt. Dort entscheiden wir uns für das Husumer Brauhaus. Hier wird seit 1991Bier gebraut und es gibt alles was das Herz begehrt. Vom Rumpsteak bis zum Husumer Pannfisch. Gut gestärkt, nach ein, zwei Bier möchte der Urlaubär ins Nachtleben starten und macht eine erschreckende Erfahrung.

Urlaubär am Hafen in Husum
Urlaubär am Hafen in Husum© ferienwohnungen.de

Husum ist eine Touristenstadt, bietet im Nachtleben aber leider nichts Aufregendes an. Es gibt kleinere Bars und Cafés in denen man verweilen kann. Leider fehlt aber ein Tanzlokal in dem der Urlaubär zum Tanzbär werden könnte. Somit setzen wir uns auf die Terrasse des Husum Pub, wo wir freundlich bewirtet werden.

Der Tag ist vorbei und wir sind uns einig, Husum ist einen Urlaub wert. Die graue Stadt ist am Tag nicht grau und hat vieles zu bieten. Mit jungen Erwachsenen könnte es in einem Urlaub aber zu kleinen Auseinandersetzungen bezüglich des Themas Freizeitgestaltung geben …
Husum steht für Fahrradtouren auf dem Deich, Kultur, Spazierengehen, die Seele baumeln lassen und viel Natur. Wer mehr erwartet, ist an anderen Urlaubsorten vielleicht besser aufgehoben. Aber wer die genannten Möglichkeiten sucht, wird sich in Husum pudelwohl fühlen. Wir kommen wieder, das haben wir uns vorgenommen.

Weiterführende Links

Der Urlaubär
Fragen zu Husum als Urlaubsort könnt Ihr gerne in den Kommentaren stellen.
Der Urlaubär

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