Der Urlaubär am Strand von Rømø

Mit dem Urlaubär auf der Nordsee-Insel Rømø

Erlebnisse am breitesten Sandstrand Nordeuropas

Wir wohnen an der Ostsee. Genauer gesagt auf der deutschen Seite der Flensburger Förde. Ein wahrlich schönes Fleckchen Erde. Wir leben und arbeiten hier sehr gerne. Doch manchmal ist uns auch mal nach der so gänzlich anderen Natur und Landschaft der Nordsee zumute.

Die deutsche Nordseeküste mit Ihrem Wattenmeer ist gerade einmal 60 km Luftlinie von unserem Zuhause entfernt. Doch wenn wir einen Ausflug an die Nordsee machen, zieht es uns immer noch ein wenig weiter in den Norden – nach Dänemark. Und hier meistens auf die Nordseeinsel Rømø (Römö) im Süden von Dänemark. Diese können wir nach ungefähr 100 km Fahrt mit dem Auto erreichen. Das ist auch deshalb so einfach, weil die Insel seit 1948 durch einen Straßendamm mit dem Festland verbunden ist.

Der breite, befahrbare Strand von Rømø
Der breite, befahrbare Strand von Rømø© ferienwohnungen.de

Der Strand

Unsere Familie hat sich schon vor vielen Jahren in diese Insel „verliebt“. Und das nicht nur wegen des Sandstrandes, der mit dem Auto befahren werden darf. Dieser Strand gilt als Nordeuropas breitester Sandstrand und kann bei Niedrigwasser (Ebbe) bis zu 4 km breit sein! Hier könnt ihr Drachen steigen lassen, Surfen, Kitesurfen oder auch mit Strandseglern oder Kitebuggy fahren. Perfekt für Familien mit Kindern! Heute gucken wir hier jedoch lieber nur zu, spazieren am Strand entlang und lassen uns vom Wind der Nordsee durchpusten. Die Weite der Nordseeküste ist hier durch den breiten Strand gleich noch intensiver zu erleben.

TIPP : Es gibt auf Rømø zwei befahrbare Strände. Auf dem Südstrand (Sønderstrand) bei Havneby könnt ihr bei entsprechendem Wetter Kitebuggies und Strandsegler beobachten. Auf dem Strand bei Lakolk könnt ihr bei gutem Wind den Kite- und Windsurfern hervorragend zusehen.

Am Südstrand von Rømø
Am Südstrand von Rømø© ferienwohnungen.de

Shopping und Picknick

Anschließend schlendern wir auf jeden Fall immer noch einmal durch die vielen kleinen Geschäfte am Parkplatz in Lakolk. Das ist der kleine Ort direkt an der Zufahrt zum Strand im Norden der Insel. Die Läden hier sind stark auf die Bedürfnisse der Urlauber ausgerichtet. So könnt ihr hier oft Kleidung und Schuhe entdecken, die man in Deutschland nicht an jeder Ecke finden und kaufen kann.

Egal, ob bei einem Besuch in Sommer, Herbst oder Winter. Für uns ist es wichtig auf einem der zahlreichen Rastplätze auf der Insel ein kleines Picknick zu machen. Rømø besteht zu 90% aus Natur und geschützten Gebieten. Und mittendrin findet ihr immer mal wieder kleinere und größere Rastplätze mit Tischen, Bänken und kleinen Hütten. Hier, auf sandigem Boden, zwischen kleinen Wäldern aus Krüppelkiefern und der Dünenheide, macht das Essen richtig Spaß. Der Duft des Sandbodens und der Heide lassen die mitgebrachten Leckereien dann gleich doppelt so gut schmecken. Unser Urlaubär kann sich dann vor allem beim süßen Naschwerk nicht mehr zurückhalten … 😉

Wenn ihr gerne wandert oder Fahrrad fahrt, findet ihr ausgeschilderte Wander- und Radwege von bis zu 17 km Länge, die über die ganze Insel führen. Diese Wege auf Rømø führen euch dann durch alle Naturformen der Insel. Uns begeistern dabei die offenen Heidelandschaften und die Dünenforste immer am meisten. Unser Urlaubär fühlt sich bei derartigen Wanderungen allerdings im Rucksack am wohlsten.

Interessante Geschichte

Wenn wir nicht zu lange am Strand oder beim Picknicken verbracht haben, besuchen wir gerne auch noch mal den Kommandørgården im Nordteil der Insel. Beim Kommandørgården handelt es sich um den vollständig renovierten Hof eines Kapitäns aus der Zeit des Walfangs. Durch die Kapitäne (Kommandøre) kam im 18. Jahrhundert großer Reichtum nach Rømø, da diese auf deutschen oder holländischen Schiffen im Nordatlantik auf Walfang gingen.

Der Kommandørgården auf Rømø
Der Kommandørgården auf Rømø© ferienwohnungen.de

Auf dem Hof könnt Ihr in das Leben einer sehr wohlhabenden Familie um 1748 mit dem typischen Inventar der damaligen Zeit eintauchen. In der Scheune des Hofes könnt ihr das Skelett eines Pottwals ansehen. Das Skelett stammt von einem 1996 auf Rømø gestrandeten Wal. Solltet ihr euch unbedingt ansehen. Der Eintritt in diese Außenstelle des dänischen Nationalmuseums ist kostenlos.

Walskelett im Kommandørgården
Walskelett im Kommandørgården© ferienwohnungen.de

TIPP : Ganz in der Nähe des Kommandørgård liegt die Toftum Skole mit nur einem Klassenzimmer, die als eine der kleinsten Schulen Dänemarks gilt und bis 1874 genutzt wurde.

Die Kommandeursteine

Wenn ihr dann immer noch Zeit habt, empfehlen wir euch einen Besuch der St.-Clemens-Kirche. Die kleine, weiße Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist umgeben von einem Friedhof. Und auf diesem Friedhof findet ihr zahlreiche große und kleine Grabsteine reicher Walfangkapitäne.

St.-Clemens-Kirche auf der Insel Rømø
St.-Clemens-Kirche auf der Insel Rømø© ferienwohnungen.de

Die so genannten „Kommandeursteine“. Auch wenn man die Inschriften der meisten dieser „sprechenden Grabsteine“ entlang der Nordmauer des Friedhofs nicht lesen kann (auf Dänisch, verwittert), sind diese doch sehr interessant. Die Kapitäne gaben ihre Grabsteine in der Regel bereits zu Lebzeiten in Auftrag. Der Sandstein stammte aus dem Rheingebiet, die Steinmetzarbeiten wurden in Holland ausgeführt und das Todesdatum wurde dann nach dem Tod nachträglich auf Rømø eingefügt … Auf vielen Kommandeursteinen könnt ihr die Lebensgeschichte ihrer Besitzer sowie Abbildungen der Familie oder von Schiffen erkennen.

Einer der vielen Kommandeursteine an der Friedhofsmauer
Einer der vielen Kommandeursteine an der Friedhofsmauer© ferienwohnungen.de

Die Natur auf Rømø

Aber das schönste an Rømø ist für uns immer noch die Natur!
Die Insel liegt mitten im dänischen Wattenmeer, das 2014 zum UNESCO Weltnaturerbe ernannt wurde. So könnt ihr hier an den Stränden zum Beispiel sehr gut Muscheln aller Art sammeln. Sogar die dicken Schalen von Austern können hier gefunden werden, die mit ihrer inneren Perlmutt-Schicht so schön glänzen und glitzern. Und an der Ostseite der Insel haben wir sogar schon mal den geschmacksintensiven Queller gefunden, der sich gut in einem frisch zubereiteten Salat macht.

Der Urlaubär ist stolz auf die Austern, die er im Wattenmeer gefunden hat
Der Urlaubär ist stolz auf die Austern, die er im Wattenmeer gefunden hat© ferienwohnungen.de

Fazit

Die Insel Rømø ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch oder einen Urlaub wert. Im Sommer könnt ihr an den Stränden dösen, in der Nordsee Baden gehen, oder in der herrlichen Natur picknicken. In Herbst und Winter könnt ihr euch bei langen Strandspaziergängen vom Wind durchpusten lassen, oder entspannt durch die kleinen Wälder und Heidelandschaften wandern.

Karte der dänischen Insel Rømø
Karte der dänischen Insel Rømø© ferienwohnungen.de

Weiterführende Links

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2 Gedanken zu “Mit dem Urlaubär auf der Nordsee-Insel Rømø

    1. Hallo Jens!
      Leider hat Dänemark vor einiger Zeit wieder sporadische Grenzkontrollen eingeführt … 🙁 Also solltest Du vorsichtshalber deinen Personalausweis dabei haben, wenn du die Grenze nach Dänemark überqueren möchtest. Aber wirklich kontrolliert werden die Ausweispapiere nur selten.

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